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Nudging, Büroprobleme & ein Preis: Darum wurde Julians Bachelorarbeit ausgezeichnet

Hand aufs Herz: Auch in einer E-Commerce-Agentur läuft nicht immer alles perfekt.

Arbeitszeiten werden mal vergessen zu erfassen, Slack-Nachrichten ploppen genau dann auf, wenn man gerade im Flow ist – und die Stehtische? Die stehen manchmal mehr rum, als dass sie genutzt werden.

Julian_Auszeichnung

Hand aufs Herz: Auch in einer E-Commerce-Agentur läuft nicht immer alles perfekt.
Arbeitszeiten werden mal vergessen zu erfassen, Slack-Nachrichten ploppen genau dann auf, wenn man gerade im Flow ist – und die Stehtische? Die stehen manchmal mehr rum, als dass sie genutzt werden.

Genau hier setzt die Bachelorarbeit unseres Kollegen Julian Fleischmann an. Und die war offenbar so gut, dass sie nicht nur mit 1,0, sondern auch direkt mit dem Wirtschafts- und Ethikpreis der DHBW Mosbach ausgezeichnet wurde. Wuhuuu!

Darum ging es in der Bachelorarbeit

Der Titel Julians Arbeit: „Untersuchung der Umsetzung von Nudging im Arbeitsumfeld von mr. pixel“ Und was heißt das jetzt genau? Nudges sind kleine Anstöße, die unser Verhalten in eine gewünschte Richtung lenken sollen. Ohne Zwang, ohne Verbote, ohne erhobenen Zeigefinger. Eher so ein freundliches „Hey, probier’s doch mal so“.

Und diese Nudges begegnen uns ständig im Alltag, z.B.:

  • die berühmte Fliege im Urinal, die erstaunlich treffsicher macht

  • der Hinweis „Vorsicht Schüler“ zum Schuljahresbeginn

  • optische Spielereien wie ein 3D-Zebrastreifen, der Autofahrer automatisch langsamer fahren lässt

  • oder die Frage, ob man standardmäßig Organspender ist oder nicht

Kleine Veränderungen mit großer Wirkung also.

Das Experiment bei mr. pixel

Für seine Arbeit hat Julian nicht nur das theoretische Modell untersucht, sondern uns alle. Ja, genau. Das ganze Team war Teil eines Experiments. Getestet wurden zehn praktische Nudges, die typische Bürothemen positiv beeinflussen sollten, u.a.:

  • zuverlässige Arbeitszeiterfassung

  • Stummschalten von Nachrichten für konzentrierteres Arbeiten

  • regelmäßiges Nutzen der Stehtische

Kurz gesagt: Dinge, bei denen man eigentlich weiß, dass sie sinnvoll sind – aber im Alltag trotzdem gern mal vergisst.

Aber Stopp – ist das alles unproblematisch?

Und genau hier wird es spannend. Denn Nudging ist kein Selbstläufer und schon gar kein Freifahrtschein. Ein zentraler Teil von Julians Arbeit und der Grund für die Auszeichnung ist die kritische, ethische Betrachtung des Themas. Denn nicht jeder Nudge ist automatisch super. Besonders intransparente Nudges können problematisch sein. Mitarbeitende dürfen nicht manipuliert oder unbemerkt gelenkt werden.

Julian zeigte klar auf, wo Chancen liegen – und wo Grenzen überschritten werden. Transparenz, Freiwilligkeit und ein echter Mehrwert für alle sind entscheidend. Genau diese differenzierte Betrachtung hat das unabhängige Gremium überzeugt.

Die Auszeichnung (und ein ziemlich guter Freitag)

An einem Freitagnachmittag über ein halbes Jahr nach der Abgabe seiner Bachelorarbeit kam dann ein überraschend schöner Anruf für Julian: Prodekan Prof. Christoph Schinke gratulierte zum Wirtschaft- und Ethikpreis. Kann man definitiv schlechter ins Wochenende starten. Die Freude war groß, vor allem weil der Wirtschaft- und Ethikpreis nicht einfach „nebenbei“ vergeben wird, sondern besonderes Augenmerk auf verantwortungsvolles Handeln legt.

Vom Praktikanten zum Preisträger

Wenn man zurückblickt, ist Julians Weg bei mr. pixel ziemlich beeindruckend:

  • 2014 Start als Praktikant

  • Ausbildung zum Mediengestalter Digital & Print

  • zahlreiche erfolgreiche Projekte als E-Commerce Projektleiter

  • und jetzt ein duales Studium Onlinemedien mit Bestnote und Auszeichnung

Kurz gesagt: Wir sind stolz wie Bolle. Auf die Leistung, auf die Haltung – und darauf, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen durften. Lieber Julian: Glückwunsch zu dieser starken Arbeit und dem Preis. Und keine Sorge – der nächste Nudge kommt bestimmt. 😉

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